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Streamserver für die private und gewerbliche Nutzung

Wer einen Streamserver für die komfortable Verbreitung von Audiodaten nutzen möchte, der sollte sich vor dem Loslegen unbedingt informieren, in welchem Fall zusätzlich Gema- Gebühren abgeführt werden müssen. Ab einer bestimmten Anzahl von Nutzern fällt das nämlich unter den Begriff öffentliche Aufführung, die bei der Benutzung lizenzierter Musikstücke gebührenpflichtig ist. Selbst komponierte und nicht urheberrechtlich geschützte Inhalte fallen nicht unter diese Abgabenpflicht. Der Streamserver bildet die Verteilerstelle, an der von Seiten des Betreibers die Daten eingespielt und wo sie von den potentiellen Nutzern an einer unterschiedlichen Anzahl von Slots abgerufen werden können.

Dabei richten sich die von den Providern des Streamserver erhobenen Kosten einerseits nach der Zahl der jeweils genutzten Slots und der höchstmöglichen Übertragungsgeschwindigkeit, bei der die Auswahlmöglichkeiten 64 Kilobits, 128 Kilobits und 192 Kilobits pro Sekunde bestehen. Die kleinste Kombination beim Streamserver sind zehn Slots mit 64 kbps Übertragungsgeschwindigkeit. Sie ist ab 2,50 Euro pro Monat nutzbar. Für den mit 250 Slots bestückten Streamserver mit einem Datendurchsatz von 192 kbps sollte man knapp 190 Euro pro Monat einplanen, wenn man den Traffic inklusive haben möchte. Streamserver sind sowohl für den privaten als auch den gewerblichen Nutzer interessant.

Im gewerblichen Bereich werden sie zum Beispiel für die durchgängig einheitliche Programmgestaltung zur Beschallung verschiedener Filialen im Handel eingesetzt. Unter bestimmten Voraussetzungen muss zwar hier der Betreiber Gema- Gebühren zahlen, aber der Empfänger kann nicht zur Entrichtung von GEZ Gebühren verdonnert werden, wenn von Seiten der Technik eine Einschränkung auf den ausschließlichen Empfang dieses Datenstreams vorliegt und man damit keine anderen Radiosender empfangen kann. Deshalb erfreut sich der digitale Webstream immer größerer Beliebtheit, denn hier kann man auch kostengünstige Eigenwerbung betreiben. Häufig bieten die Provider zur Bereitstellung der Streamserver auch an, dass man bei ihnen kostengünstig Werbejingles produzieren lassen kann, die später von der Software automatisch in das Musikprogramm eingestreut werden können. Damit gehört auch die objekteigene Sendestation in den großen Kaufhäusern, die einen hohen technischen und personellen Aufwand erforderte, endgültig der Vergangenheit an. Im Klartext heißt das, dass der Streamserver trotz der zu zahlenden monatlichen Mietentgelte aus wirtschaftlicher Sicht ein sehr lukratives Angebot für die gewerbliche Nutzung ist.